technik

Beim Laufen dreht sich alles um die richtige Technik. Man darf nicht vergessen, dass wir Meschen zum Laufen geboren sind. Unser ganzer Körper ist in den Laufprozess involviert. Früher dachte ich, dass das Laufen einzig und allein von den Beinen übernommen wird, aber das stimmt so nicht. So wie jede andere Bewegung unseres Körpers beginnt auch das Laufen im Körperzentrum. Jede Bewegung der Arme und Beine hat einen Effekt auf unseren ganzen Körper und generiert eine Reaktion in den jeweiligen Gegenspielern. Sowohl auf muskulärer Ebene als auch im Körper im Ganzen. Deshalb ist eine trainierte Rumpfmuskulatur und eine aufrechte Körperhaltung ebenso wichtig wie die Bewegungen von Armen und Beinen. Erst wenn alle Körperteile zusammen arbeiten wird laufen zu einer entspannten Angelegenheit.

Arbeite also an einer aufrechten Körperhaltung. Wenn du stehst sollten sich alle Körperschwerpunkte auf einer Linie befinden. Das betrifft: Füße, Knie, Hüfte, Brustkorb, Schultern und Kopf. Der ganze Körper soll entspannt sein. Das ist die normale Körperhaltung. Beim Laufen solltest du den Körper in dieser Position halten können und Fehlhaltungen vermeiden. Der Körperschwerpunkt kippt beim Laufen im Ganzen nach vorne, in Bewegungsrichtung. Wichtig ist hierbei, dass der komplette Körper diese Bewegung macht und du nicht in der Hüfte einknickst. Das ist einer der häufigsten Fehler. Eine reibungslose Kraftübertragung ist bei gebeugter Hüfte nicht mehr ohne weiteres möglich und das Laufen wird unnötig erschwert.

Meine Erfahrung zeigt, dass die Haltung des Oberkörpers absolut essentiell ist. Damit solltest du starten. Danach kommt der Schritt und Schrittfrequenz. Wenn du den Körper aufrecht hältst und im Ganzen nach vorne lehnst, was die Beweung zu einem konstanten, kontrollierten Fallen macht, sorgt dein Körüer dafür, dass du auf deinem Vor-, bzw. Mittelfuß landest (und nicht auf deiner Ferse). Das ist der Punkt an dem die Aufprallenergie am besten und gesündesten absorbiert wird. Du brauchst darüber gar nicht zu viel nachzudenken, wenn du eine aufrechte Körperhaltung hast landest du automatisch im Mittelfußbereich. Um die natürliche Muskelkontraktion und -relaxation perfekt auszunutzen sollte deine Schrittfrequenz bei ca. 180-200 Schritte pro Minute liegen. Wenn dir das als zu schnell erscheint, dann mach einfach kleinere Schritte. Der Hauptunterschied zwischen schnellem und langsamen Laufen liegt nicht in der Schrittfrequenz, sondern in der Schrittlänge. Je schneller du läufst, desto länger werden deine Schritte, aber die Frequenz bleibt immer im Bereich von 180-200 Schritte pro Minute.